Warum B2B-SEO nicht fertig wird
Eine Website ist nach einem Audit nicht optimiert, sondern hat eine Liste. Was danach kommt, entscheidet über das Ergebnis.
Dazu kommt, dass sich die Rahmenbedingungen weiter verändern. Suchergebnisse verschieben sich, Wettbewerber bauen aus, technische Fehler entstehen bei jedem größeren Website-Update neu. Bei KI-Systemen ist die Bewegung stärker: Welche Quellen ein Modell heranzieht, ändert sich mit jeder Aktualisierung, und wer dort heute genannt wird, kann in drei Monaten fehlen.
Laufende Betreuung heißt nicht, dass dauerhaft etwas Neues gebaut wird. Sie heißt, dass regelmäßig gemessen wird, was sich verändert hat, und dass die nächste Maßnahme aus dieser Messung folgt statt aus einem Plan von vor einem Jahr.
Was in einem Monat passiert
Der Schwerpunkt verschiebt sich von Monat zu Monat. Wiederkehrend sind diese fünf Bestandteile.
Kennzahlen prüfen. Rankings, organische Zugriffe, Anfragen, dazu die KI-Messung über Ihr Prompt-Set. Wo hat sich etwas verbessert, wo verschlechtert, und woran liegt es.
An der Reihenfolge arbeiten. Entweder liegt eine Roadmap aus einem Audit vor, dann wird sie abgearbeitet. Oder die Maßnahmen für den Monat werden aus den Messwerten festgelegt.
Technisches prüfen und beheben. Site Audit und Search Console zeigen regelmäßig Fehler an, die vorher nicht da waren: gebrochene Weiterleitungen, Indexierungsprobleme, Ladezeiten nach einem Update. Was ich selbst beheben kann, behebe ich.
Inhalte weiterentwickeln. Je nach Stufe ein bis drei Content-Briefings mit fertigem Rohentwurf, dazu Anpassungen an bestehenden Seiten.
Abstimmen. Ein Call oder eine schriftliche Zusammenfassung, je nachdem was ansteht.
Was in einem konkreten Monat überwiegt, hängt vom Projekt ab. In den ersten Monaten meist Technik und Struktur, später Inhalte und externe Sichtbarkeit.
Was Sie bekommen
- Zugang zum Reporting. Ein Looker-Studio-Bericht mit Ihren Kennzahlen, jederzeit einsehbar, nicht nur einmal im Monat als PDF.
- Die KI-Messung. Ihr Prompt-Set wird monatlich in ChatGPT, Google AI Mode und AI Overviews erneut abgefragt. Sie sehen, bei wie vielen Fragen Sie vorkommen, wer stattdessen genannt wird und welche Quellen die Systeme heranziehen.
- Content-Briefings mit Rohentwurf. Struktur, Argumentationslinie, Belege und ein ausgearbeiteter Textentwurf zur Überarbeitung durch Ihre Fachleute. Nicht zur direkten Veröffentlichung.
- Analysen und Maßnahmenpläne, wenn ein Thema eine eigene Betrachtung braucht.
- Keyword-Mapping und, wo es sinnvoll ist, ein Prompt-Mapping. Also eine Zuordnung, welche Seite auf welche Suchanfrage und welche Kundenfrage zielt.
Was Sie beisteuern
Drei Dinge bleiben bei Ihnen, und ohne sie funktioniert es nicht.
Fachwissen in den Texten. Die Rohentwürfe brauchen Ihre Produktkenntnis. Ein Text über Ihre Verfahren wird erst gut, wenn jemand darübergegangen ist, der sie kennt.
Freigaben und Entscheidungen. Was veröffentlicht wird, entscheiden Sie. Wenn Freigaben über Wochen liegen bleiben, steht das Projekt.
Änderungen im Backend, sofern Sie das selbst machen wollen. Wenn nicht, übernehme ich es, sobald ich Zugang habe.
Wie gemessen wird
Bei klassischem SEO ist das eingeübt: Rankings, Zugriffe, Anfragen.
Bei KI-Systemen gibt es keine Position zum Nachschlagen. Dieselbe Sache, unterschiedlich gefragt, führt zu unterschiedlichen Antworten und unterschiedlichen Quellen. Deshalb wird nicht eine Frage gemessen, sondern ein festes Set aus 15 bis 40 Fragen.
Drei Bedingungen entscheiden darüber, ob die Zahlen etwas wert sind: gleiches Fragenset über alle Monate, gleiche Abstände, und ein Ausgangswert mit Datum vor der ersten Maßnahme.
Erfasst wird, bei wie vielen Fragen Sie vorkommen, wie Ihr Anteil im Vergleich zu Wettbewerbern aussieht und welche externen Quellen die Systeme heranziehen. Der letzte Punkt ist in der Praxis der aufschlussreichste, weil die genutzten Quellen oft andere sind als erwartet.
Was ich dabei nicht verspreche: dass eine bestimmte Maßnahme eine bestimmte Wirkung hat. Bei KI-Sichtbarkeit lässt sich das nicht vorhersagen. Es lässt sich messen. Welche Annahmen in diesem Feld belegt sind und welche nicht, ordne ich hier ein: Generative Engine Optimization, was belegt ist
Stufen und Preise
Monitoring390 € im Monat
Monatliche Messung in Google und KI-Systemen, Auswertung, Reporting-Zugang, ein Call.
Betreuung890 € im Monat
Alles aus dem Monitoring, dazu laufende Optimierung an Technik, Struktur und Bestandsseiten, ein Content-Briefing mit Rohentwurf pro Monat, Abstimmung per Mail.
Betreuung intensiv1.490 € im Monat
Alles aus der Betreuung, dazu zwei bis drei Briefings monatlich und die Durchsicht Ihrer überarbeiteten Texte vor der Veröffentlichung.
Alle Stufen monatlich kündbar. Die KI-Messung ist in jeder Stufe enthalten.
Was nicht in die Betreuung fällt: ein Relaunch, eine Migration oder eine vollständige Neustrukturierung der Inhalte. Solche Vorhaben brauchen über Wochen die volle Aufmerksamkeit und passen in keinen Monatsrahmen. Sie laufen als eigene Projekte mit Festpreis.
Wenn der Umfang dauerhaft nicht reicht, sage ich das und wir gehen eine Stufe hoch. Ich rechne nicht still nach oben.
Wann sich das nicht lohnt
Bei kleinen Websites und Onepagern ergibt laufende Betreuung wenig Sinn. Dort ist nach ein bis zwei Durchgängen das Wesentliche erledigt, und was danach folgt, rechtfertigt keine monatliche Zahlung. In dem Fall ist ein einmaliges Audit mit einer Umsetzungsrunde der ehrlichere Weg.
Ebenso, wenn bei Ihnen niemand Zeit hat, Entwürfe zu prüfen und freizugeben. Dann bleibt die Arbeit liegen, und Sie zahlen für Messungen, aus denen nichts folgt.
Sagen Sie im Erstgespräch, wie es bei Ihnen aussieht, dann ordne ich das gleich ein.
Häufige Fragen
Wie viel kostet die SEO-Betreuung?
Bei mir zwischen 390 und 1.490 € im Monat, je nach Umfang. Im deutschen Markt reichen die Angaben von einigen hundert bis zu mehreren tausend Euro monatlich.
Eine Einordnung: Was kostet SEO und GEO?
Gibt es eine Mindestlaufzeit?
Nein. Alle Stufen sind monatlich kündbar. Sie sollten über das Ergebnis entscheiden, nicht über einen Vertrag gebunden sein.
Wie lange dauert es, bis sich etwas zeigt?
Anbieter im Markt nennen üblicherweise zwei bis sechs Monate bis zu den ersten spürbaren Veränderungen, abhängig von der Ausgangslage. Meine Erfahrung deckt sich damit. Erste Bewegungen in der Messung sehen Sie früher, belastbare Aussagen brauchen mehrere Durchgänge.
Was ist der Unterschied zum einmaligen Audit?
Das Audit liefert Bestandsaufnahme und Reihenfolge. Die Betreuung arbeitet diese Reihenfolge ab und prüft, ob sie gewirkt hat. Die meisten starten mit dem Audit und entscheiden danach, ob eine laufende Begleitung sinnvoll ist.
Kann ich zwischen den Stufen wechseln?
Ja, monatlich, in beide Richtungen.